Artikel von 2016

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Svea Dettki
27.12.2016


Weihnachtsfrühstück

Am 24. Dezember 2016 fand, wie jedes Jahr, unser Weihnachtsfrühstück statt. Am Morgen trafen sich die Minis aus Herrenberg und Gültstein im Gemeindezentrum um gemeinsam zu frühstücken. In fröhlicher Weihnachtsstimmung wurden Tische dekoriert während nebenbei die typischen Weihnachtslieder liefen. Nach dem leckeren Frühstück wurde noch nach Herzblättern für das Fest der Liebe gesucht. Nachdem sich die verliebten Herzen gefunden hatten spielten wir ein lustiges Quiz, das von zwei Leitern vorbereitet wurde. Anschließend wurden Stoffbeutel, mit dem Minilogo bedruckt, als diesjähriges Weihnachtsgeschenk verteilt. Als jeder sein Geschenk bekommen hatte wurde mit den Proben für die Weihnachtsgottesdienste begonnen.

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Svea Dettki
20.11.2016


Willkommen Neuleiter !

Wir heißen die Neuleiter alle herzlich willkommen und freuen uns auf Verstärkung in unserem Leiterteam! Neu dazugekommen sind seit der Herbstfreizeit 2016 Maren Kläger, Felicia Diemer, Sophia Haas, Leona Funer, Clara Goering, Elija Aichele, Lorenz Baleon und Lukas Moschek. Wir freuen uns, dass ihr nun auch Leiter seid und hoffen ihr werdet viel Spaß und eine schöne Zeit mit uns haben.

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Svea Dettki
20.11.2016


Neue Oberminis

Wir haben zwei neue Oberministranten seit der Herbstfreizeit 2016! Wir freuen uns, dass Justus Dettki(19) und Tobias Kohler(18), die beide aus Herrenberg kommen, das Amt angenommen haben und sich der Herausforderung stellen wollen. Wir wünschen euch eine gute Zusammenarbeit und hoffen ihr erreicht das, was ihr euch in der Amtszeit als Ziele gesetzt habt.

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Svea Dettki
16.11.2016


Herbstfreizeit 2016

Am Sonntag, den 30.10.16 fuhren wir Ministranten aus Herrenberg und Gültstein für sechs Tage zur alljährigen Herbstfreizeit. Dieses Jahr waren zum ersten Mal auch Kroatische Ministranten dabei, was uns sehr gefreut hat. Nach ca. zwei Stunden Busfahrt kamen wir beim Haus im Simonswald an. In der kommenden Woche gestalteten wir ca. 20 Leiter und unser Jugendreferent Christian Klein für um die 35 Kinder, unter dem diesjährigem Motto Asterix und Obelix, aufregende Geländespiele, bei denen die Kinder unter anderem ihre Geschicklichkeit und ihr Wissen über die Comic- Serie unter Beweis stellen mussten. Was wie jedes Jahr ein absoluter Höhepunkt der Freizeit war: die Geisterbahn, bei der sich die Kinder gruseln und erschrecken lassen durften. Ein weiterer schöner Programmpunkt war der Gottesdienst, der von ein paar Leitern organisiert wurde. Hier konnten wir auch einmal zur Ruhe kommen und das Gefühl der Gemeinschaft besonders intensiv spüren. Für die Verpflegung sorgten Peter und Elisabeth Schach, die uns die ganze Woche über mit herzhaften und sehr leckeren Mahlzeiten verwöhnten. So auch am letzten Abend - dem bunten Abend, an dem es ein leckeres Buffet mit viel Auswahl gab. Es gab viele, unterschiedliche Programmpunkte, die von Leitern und von Kindern unter der Woche vorbereitet wurden. Nach diesem schönen Abschluss reisten wir am nächsten Tag mit dem Bus wieder ab und fuhren nach Herrenberg zurück.

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Damian Daszko
03.08.2016


Weltjugendtag in Krakau

21 junge Ministranten aus der Herrenberger Gemeinde haben sich zusammen auf den Weg zum Weltjugendtag gemacht, der vom 26. bis 31. Juli in Krakau (Polen) von der katholischen Kirche organisiert worden war. Höhepunkt war neben den zahlreichen Ausflügen und Messen die gemeinsam Abschlussmesse mit dem Papst und 1,5 Millionen weiteren Gläubigen aus aller Welt. Nur ein kurzer Schockmoment trübte die sonst ausgelassene Stimmung.

Ein kurzer Schrei. Es passiert schnell. Für einen Augenblick war die Fahnenträgerin ganz hinten in der Herrenberger Gruppe gelaufen, da packen sich zwei junge Männer die Regenbogenflagge. Die attackierte junge Frau gibt der Gewalt der beiden Angreifer nach. Einer der beiden Polen fliegt hin. Er rappelt sich schnell auf. Dann fliehen die Männer mit der Flagge in den Schutz der Menge.

Der Herrenberger Gruppe war soeben eine ihrer Flaggen geklaut worden. Zum Glück war außer einem kurzen Schreck sonst niemand zu Schaden gekommen. Verständlicherweise war die Stimmung an diesem restlichen Freitagabend gedämpft, ein fader Beigeschmack, der auch während des restlichen Weltjugendtag nicht mehr gänzlich verschwinden sollte.

Dabei hätte es eine völlig unbeschwerte Woche voller neuer Eindrücke werden können. Bereits am Sonntag, den 24. Juli, hatte sich die 21-köpfige Gruppe junger Katholiken von 16 bis 26 Jahren mit dem Fernbus auf den Weg nach Krakau gemacht. Die erste Hälfte der Woche wurde verschiedenen Ausflügen gewidmet um Land und Leute näher kennenzulernen. Bereits am Montag gab es eine mehrstündige Führung durch das geschichtsträchtige Zentrum von Krakau. Von der auf dem mittelalterlichen Reißbrett gestalteten Altstadt von Krakau, über die Wawel-Burg bis hin zu Kazimierz, dem ehemaligen jüdischen Viertel von Krakau. Auffällig ist besonders die Fantasie, mit welcher die Krakauer so manche Eigenart ihrer Stadt mithilfe zahlreicher Legenden schmücken. Am Dienstag folgte der Besuch der Gedenkstätte in Auschwitz. Gerade die unfassbare Größe des Lagers Birkenau mit seinen scheinbar nie endenden Wachtürmen und Barackenresten prägten sich hierbei besonders ein. Schließlich besichtigte die Gruppe noch am Mittwoch das Salzbergwerk in Wieliczka. Bergleute hatten in ihrer Freizeit eine einmalige Sammlung von Skulpturen und unterirdischen Kammern geschaffen, von denen die vollkommen in Salz gemeißelte Kinga-Kapelle den Höhepunkt darstellte.

Im Laufe der Woche füllte Krakau sich dann mit immer mehr jungen Menschen aus aller Welt, eine wahre Herausforderung für die Infrastruktur und die Sicherheitskräfte der Stadt, die starke Präsenz zeigten. Die Angst vor einem Anschlag war groß. Hubschrauber flogen im Minutentakt über den Straßen, während die Stadt sich in eine einzige große Festmeile verwandelte. Am Mittwoch kam auch schließlich Papst Franziskus in Krakau an. Darauffolgend feierte er an den nächsten beiden Tagen mit mehreren hundert tausenden Pilgern seine erste Messe sowie den Kreuzweg auf der Błonia-Wiese. Hieran nahm auch die Herrenberger Gruppe begeistert teil. Immerhin achthunderttausend Pilger fasste die erste der beiden Veranstaltungswiesen des Weltjugendtages.

Absoluter Höhepunkt und Abschluss des Weltjugendtages war schließlich die Vigil, die Nachtwache vom Samstag auf Sonntag sowie der Abschlussgottesdienst am Sonntagvormittag. Aufgrund der riesigen Menschenmenge lag das Gelände diesmal außerhalb von Krakau. Es wurden immerhin etwa anderthalb Millionen Pilger erwartet, manche Quellen sprachen gar von 2,5 Millionen. So ging es bepackt mit Isomatte und Schlafsack am Samstagmittag zum „Campus Misericordiae“. Hin- wie Rückweg wurden zur wahren Tortur. Das öffentliche Nahverkehrssystem Krakaus war völlig überfordert angesichts der Menschenmassen. So mussten große Strecken gelaufen werden. Anwohner, durch deren Straßen sich die Pilgermassen schoben, spendeten dabei Getränke, Früchte oder einfach auch nur eine kühle Dusche aus dem Gartenschlauch. Denn immerhin sechs Stunden dauerte jeweils ein Marsch mit Schlafgepäck bei hochsommerlichen Temperaturen.

In der Nacht erhob sich dann ein Meer aus tausenden von Kerzen, während man gemeinsam wachte und betete. Dabei gab es wie auch schon zuvor viel Gelegenheit zum Austausch mit anderen Jugendlichen aus aller Welt. Insgesamt hatten sich Teilnehmer aus 187 Ländern angemeldet, mit denen man sich nun unterhielt, das Pilgerheft gegenseitig signieren ließ und Nummern austauschte. Als der Papst am Sonntag für 2019 mit Panama den nächsten Gastgeber eines Weltjugendtags verkündete, da war den meisten Anwesenden wohl immer noch nicht klar, dass alles wieder vorbei war. Zu außergewöhnlich waren die Erfahrungen und Ereignisse der letzten Tage mit Millionen von anderen Jugendlichen.

Nur die gestohlene Regenbogenflagge trübte eine sonst einmalige Woche. Ursprünglich das Symbol für Frieden und Gerechtigkeit, dasss im 16. Jahrhundert seinen Ursprung hatte, hat sich die Flagge heute immer mehr zum Symbol für sexuelle Toleranz gewandelt. Sie wird insbesondere von den Lesben und Schwulen verwendet. Ein heikles Thema, mit dem sich die katholische Kirche bis heute äußerst schwer tut. So waren die Reaktionen auf die Flagge geteilt. Eine zu Tränen gerührte Französin, ein Äthiopier, der unbedingt ein Foto mit der Flagge machen möchte, oder ein Pole, der einfach nur unsicher fragt, wie das denn mit der Bibel zu vereinen sei. Offene Sympathiebekundungen von den einen und skeptische Blick von den anderen. Und dann sind da noch die beiden jungen Männer, die auf der Błonia-Wiese noch angeregt mitdiskutiert hatten. Unbemerkt waren sie den Herrenbergern danach mehr als eine halbe Stunde gefolgt und hatten auf den richtigen Moment gewartet, nur um ein Symbol zu zerstören, dass nicht in ihr Weltbild passt.

„Wollt ihr die Kirche verändern?“, hatte Papst Franziskus am Vormittag der Menge zugerufen, die daraufhin begeistert jubelte. Dieser Schreckmoment, der einen sonst so wunderbaren Weltjugendtag trübte, zeigt, dass der starke innere Konflikt, der die katholische Kirche zurzeit erschüttert, sich nicht nur durch ihre Kurie und die Bischöfe zieht, sondern auch durch ihre Jugendlichen.